Das kleine Fasten - shiatsu-sanoll

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                          Das klein Fasten:

„Ältere Menschen sollten nicht zu üppige Mahlzeiten zu sich nehmen,  sondern lieber häufiger kleinere.
So können Magen und Milz die Speisen  leichter verdauen und die Nahrungsessenz wird immer für sie
da sein.“                                    (Sun Si Miao, berühmter Arzt der Tang-Dynastie, 618–707 n. Chr.)


Jede Kultur hat eigene Formen der inneren Reinigung zur Entlastung des  menschlichen Körpers von schlechten Essgewohnheiten entwickelt. Extremes  Fasten und wiederholte Darmspülungen sind aus Sicht der chinesischen  Medizin nicht zu empfehlen, weil dies das Qi erschöpft, und es zu  Kältegefühl, Frösteln, Erschöpfungszuständen und Durchfall kommen kann.  Bei Fülle-Syndromen, Feuchtigkeit- wie sie zum Beispiel durch unmäßige  Essgewohnheiten hervorgerufen werden und mit Schleimbildung und  Ablagerungen in Lunge und Dickdarm einhergehen können, sind  Fastenperioden jedoch zu empfehlen.
  Eine »kleine Entschlackungskur« kann darin bestehen, alle  denaturierten Nahrungsmittel wie Zucker und Süßigkeiten, Brot und  Backwaren mit weißem Mehl sowie jegliches tierisches Eiweiß in Form von  Fleisch, Milchprodukten und Eiern wegzulassen.
  Eine kurze Fastenkur mit gedünstetem Gemüse, Suppen und Obst kann das  »chinesische Fasten« erleichtern. Aus chinesischer Sicht eignen sich für  solche Reinigungskuren besonders die Übergangszeit Winter zu Frühling  und der Spätsommer. Solche sanften Fastenkuren führen zu einer besseren  Verteilung des Qi und geringeren emotionalen Anspannungen.
  Es können auch abführender Tees unterstützend benutzt werden.  Löwenzahn hat nicht nur in der westlichen Medizin eine entgiftende  Wirkung. In der chinesischen Medizin reguliert er das Qi, vertreibt  Hitze, wirkt fiebersenkend, entgiftend, blutreinigend und auflösend.
   Auch mild befeuchtende, ausleitende Arzneimittel wie Samen oder Nüsse,  befeuchten den Darm und erleichtern den Stuhlgang. Zu dieser Gruppe der  Arzneimittel gehören auch Gerstenkeime. Sie sind süß und leicht warm,  unterstützen das Milz-Pankreas und Magensystem.
  Eine Abkochung der Keime (12 bis 30g) löst den Essensstau auf und  stärkt den Magen. Außerdem fördert es den harmonischen Fluss des Leber  Qi, eine häufige Problematik unserer hektischen Zeit. Blähungen,  Druckgefühl in Brust oder Oberbauch, Aufstoßen oder Appetitlosigkeit  sind nur einige Symptome des Leber-Qi-Stau.
  Im Gegensatz zu den Gerstenkeimen sind Weizenkeime scharf und kalt.  Sie unterstützen Magen und Dünndarm. Weizenkeime werden bei starken  Hitzestörungen (Schwitzen) ebenso eingesetzt wie zum Entgiften.
  Für die Aufbauphase nach dem Fasten eignen sich besonders  Nahrungsmittel wie Kombu-Algen, Leinsamen oder Bockshornkleesamen. Sie  können als Abkochung getrunken oder als Pulver Speisen zugesetzt werden.  Fülle-Typen sollten nach dem Fasten die Ernährung teilweise auf Rohkost  umstellen und regelmäßig Bewegung machen bzw. Qi-Gong, Yoga betreiben.  Dies wirkt sich auch auf ihren meist zu hohen Blutdruck positiv aus.  Ausreichend Grüntee ergänzt das kleine Fasten.
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